Ingrid Wurzinger-Leitner

NEXTCOMIC-Festival

Facebook

Ingrid Wurzinger-Leitner

nextcomic.art
Comic @ LINZ, OÖ Kulturquartier


2 OG // Studiogalerie der KUNSTSAMMLUNG
11. März – 15. April 2022 // im Festivalzeitraum Mo-Fr 14-18 Uhr


 

 

Foto: Michael Sardelic

Ingrid  Wurzinger-Leitner

Geb.1955 in Linz / Österreich
1976 Kunsthochschule der Stadt Linz
seit 1991 intensive Auseinandersetzung  mit Schmuckgestaltung und Kleinplastiken.
Seit 2008 Beschäftigung mit Kreuzstichobjekten

Zahlreiche Ausstellungen: vorwiegend in (Ober)Österreich und in Italien, Slowenien, Ungarn, Polen, Deutschland und den Niederlanden. Symposien/ Stipendien in Tschechien, Italien, Ungarn.


DIE KUNSTSAMMLUNG DES LANDES OBERÖSTERREICH

Die KUNSTSAMMLUNG des Landes Oberösterreich dokumentiert, präsentiert und verleiht zeitgenössische Kunst mit Oberösterreichbezug und ist Teil der Direktion Kultur und Gesellschaft/Abteilung Kultur des Landes Oberösterreich.

Die Sammlung wurde 2009 als Serviceeinrichtung zur Kunstförderung und Kunstvermittlung gegründet.
Sie bietet einen Einblick in die oberösterreichische Gegenwartskunst seit 1945.
Kunstankäufe werden von der Abteilung Kultur des Landes  im Rahmen von Künstler- und Künstlerinnenförderungen getätigt.

Die gesamten Werkankäufe werden zentral in der KUNSTSAMMLUNG aufgenommen und verwaltet, präsentiert und – wenn konservatorisch möglich – verliehen.

In der ARTOTHEK werden Teile des sich laufend erweiternden Bestandes für den privaten Verleih zur Verfügung gestellt.

Im Ausstellungsraum der KUNSTSAMMLUNG, der sogenannten STUDIOGALERIE, finden über das Jahr wechselnde Ausstellungen statt.

www.diekunstsammlung.at

 

MÄRCHENPRINZ

Der Kreuzstich zählt zu den wohl bekanntesten und verbreitetsten Techniken der Handwerkskunst. Bis in die Gegenwart findet diese angeblich im Orient entstandene Technik Fortführung in der traditionellen Volkskunst.

Seit geraumer Zeit befasst sich Ingrid Wurzinger-Leitner mit der Tradition des Kreuzstiches, wobei sie sich von traditionellen Materialien losgelöst und Textilien durch Plexiglas bzw. Garn durch Stahlfäden ersetzt hat. Doch der Entfremdung ist damit nicht genug, weitere Brüche mit der – weiblich konnotierten – Tradition werden ebenfalls bewusst forciert: Unter dem Aspekt der Bewahrung alten Handwerks hinterfragt die oberösterreichische Künstlerin die Rolle der stickenden Frauen in deren sozialhistorischem Korsett und setzt durch „technische“ Materialien und traditionsfremde Inhalte eine Loslösung von fremdgesteuerten Zwängen in Gang.

In einer Serie/Reihe von konzeptiven Text-Bild-Objekten macht Ingrid Wurzinger-Leitner mit anscheinend leichter Hand und auf intelligente, hintergründige Weise das Phänomen Gewalt und Diskriminierung von Frauen in unterschiedlichen Kontexten sichtbar – ein Aufeinandertreffen von Rebellion und dem Sticken als einer seit jeher intendierten weiblichen Übung in Demut und Geduld.

 

Fotos: Michael Sardelic