Cartooning for Peace // Schule des Ungehorsams

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Cartooning for Peace // Schule des Ungehorsams

Wann:
14. März 2019 um 14:00 – 20:00
2019-03-14T14:00:00+01:00
2019-03-14T20:00:00+01:00
Wo:
Schule des Ungehorsams // Tabakfabrik Linz, Bau 1, 1. Stock, Stiege B
Peter-Behrens-Platz 5-9
4020 Linz

Cartooning for Peace
Schule des Ungehorsams // Schule des Ungehorsams, Tabakfabrik Linz, Bau 1, 1. Stock, Stiege B, Peter-Behrens-Platz 7-9, 4020 Linz
15. bis 30. März 2019
Öffnungszeiten:
Do. – So. 14 – 20 Uhr
Eintritt frei

www.schuledesungehorsams.at
www.cartooningforpeace.org


NC-Welcome: Sa. 16. März, 18 Uhr // Schule des Ungehorsams


FLUCHT – GRENZEN – MENSCHENRECHTE mit Cartooning for Peace

In Kooperation mit Cartooning for Peace und dem Zentrum für verfolgte Künste
Kuratiert von Jürgen Kaumkötter

Die Schule des Ungehorsams zeigt „Cartooning for Peace – Alle sind Migranten!“ vom Netzwerk Cartooning for Peace am Peter-Behrens-Band.

Die Ausstellung verbildlicht, was Menschen dazu veranlasst ihre Heimat zu verlassen, zeichnet die beschwerliche Reise von Geflüchteten nach, und illustriert die Herausforderungen und Probleme, die ihnen im Exil widerfahren.

Ihre Fähigkeit, Sprachen und Kulturen zu transzendieren, machen Cartoons zu einem mächtigen Werkzeug. Sie können einen interkulturellen Dialog herbeiführen und Debatten über grundlegende Fragen wie Meinungsfreiheit, Demokratie und Toleranz anregen. Cartooning for Peace setzt sich seit über einem Jahrzehnt für die transformative Kraft von Cartoons, humanistische Werte und das Recht auf Meinungsfreiheit ein.

Viele Karikaturistinnen und Karikaturisten sind subversiv, rebellieren durch ihre Arbeiten und werden daher oftmals verfolgt und müssen aus ihren Heimatländern fliehen – wie Talal Nayer, der in Deutschland als Flüchtling Schutz gefunden hat und Präsident des Sudanesischen Karikaturistenverbandes ist. Eine Auswahl seiner Arbeiten zeigt die Schule des Ungehorsams, ergänzt durch Cartoons von acht weiteren internationalen Karikaturisten, die von Talal Nayer ausgewählt wurden:

Ares (Kuba), Luc Descheemaeker (Belgien), Darko Drljevic (Montenegro), Anthony Ant Garner (Spanien), Oleksiy Kustovsky (Ukraine), Agim Sulaj (Albanien), Constantin Sunnerberg (Belgien) und Ivailo Tsvetkov (Bulgarien).


Die Schule des Ungehorsams

Die Schule des Ungehorsams ist keine Schule im herkömmlichen Sinne:
Es gibt keinen Lehrplan, keine Leistungsgruppen, keine Sitzordnung und keinen Schuldirektor. Sehr wohl aber gibt es eine Schulordnung und einen Schulwart, der ist nämlich unverzichtbar, um den Apparat in Gang zu setzen und am Laufen zu halten.

Warum nennt sich das Ganze dennoch Schule und wie genau spielt hier der Ungehorsam hinein?

Die Schule des Ungehorsams versteht sich als eine Denkschule, die für alle Menschen offen steht und motivieren möchte Ungehorsam zur Abwechslung auch einmal positiv zu denken. Die Straßenschuhe dürfen dabei sogar anbehalten werden.

 

Der Schulwart // Gerhard Haderer

Haderer wurde 1951 in Leonding bei Linz geboren.

Nach der Fachschule für Gebrauchs- und Werbegrafik in Linz arbeitete er bis 1984 als selbständiger Grafiker, Zeichner und Illustrator für Werbeagenturen, gestaltete Panoramakarten für die Tourismuswerbung und spezialisierte sich auf fotorealistische Darstellungen in allen Bereichen der Werbe-Illustration.

Seit 1985 arbeitet er als Karikaturist in Linz.

Gerhard Haderer zählt zu den bedeutendsten satirischen Zeichnern im deutschsprachigen Raum.
1985 veröffentlichte er seine ersten Karikaturen im österreichischen Profil. Die Zusammenarbeit dauerte über 20 Jahre.
Von 1991 bis 2016 waren seine Zeichnungen wöchentlich als „Haderers Wochenschau“ im deutschen stern zu sehen.
Haderers Cartoons werden regelmäßig in zahlreichen Zeitungen und Magazinen im deutschen Sprachraum abgedruckt, darunter seit 2017 im Wochenmagazin News.
Mit MOFF. startete Haderer 1997 sein eigenes Comic-Projekt. In 36 Ausgaben erschien es bis 2000. Im April 2008 griff Haderer für MOFF. wieder zum Zeichenstift. Seither erscheint Haderers feines Schundheftl monatlich in der Scherz & Schund Fabrik.
Zu Haderers Werk zählen außerdem knapp 30 Bücher, die er seit 1987 entweder alleine oder gemeinsam mit Autoren wie Peter Turrini, Elfriede Hammerl oder Josef Hader veröffentlicht.
Sein Buch „Der Herr Novak: Aufzeichnungen eines Zeitgenossen“ wird seit Herbst 2014 als Bühnenstück mit Ferry Öllinger aufgeführt. Haderer führte bei dem Stück erstmalig Regie.
Auf große Kritik, insbesondere seitens der katholischen Kirche, stieß Haderer mit seinem Buch „Das Leben des Jesus“ (2002, Verlag Ueberreuter). In Griechenland wurde er deshalb wegen Blasphemie angeklagt und in seiner Abwesenheit im Jänner 2005 in erster Instanz zu 6 Monaten Haft verurteilt. Im April 2005 wurde er von einem Athener Berufungsgericht von allen Vorwürfen, die orthodoxe Religionsgemeinschaft mit seinem Buch beleidigt zu haben, freigesprochen.

Schule des Ungehorsams
Tabakfabrik Linz
Bau 1, 1. Stock, Stiege B
Peter-Behrens-Platz 5-9
4020 Linz


Ausstellung bis 30. März 2019

Öffnungszeiten:
Do. – So. 14 – 20 Uhr
Eintritt frei

www.schuledesungehorsams.at

NC-Welcome: 16.03.2019 18:00